Die Taktik von Southwing zielte eindeutig darauf ab, die Gegnerinnen durch Pressing gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen. Das Team schien dies durchschnittlich (5) zu beherrschen.
In der 2. Minute versuchte Southwing einmal mehr, durch die Mitte zum Erfolg zu kommen. Clara Schur blieb aber in der Gästeabwehr hängen.
Nach 3 Minuten erzielte Franziska Eresch nach einem Konterangriff durch die Mitte ein Tor für Heißen. Neuer Spielstand: 0 - 1.
In der 8. Minute bekam Heißen-Spielerin Dalia Hannig den gelben Karton von der Schiedsrichterin zu sehen. Die Verwarnte hatte sich zuvor wie eine Klette am Trikot ihrer Gegenspielerin festgehalten und so einen Angriff unterbunden.
Nach einem Eckball sprang Lukerya Vinokur in der 30. Minute wieder einmal am höchsten, ihr Kopfball ging nur knapp über die Latte. Fast ein Tor für Southwing!
Durch das Pressing von Southwing kam das Spiel nicht richtig in Gang.
Clara Schur verdrehte sich nach 37 Minuten den rechten Knöchel, als sie unglücklich nach einem Kopfballduell aufkam. Das sah nach einer heftigen Bänderdehnung aus.
Olivia Névir hielt sich bereits warm, so dass sie die verletzte Clara Schur direkt ersetzen konnte.
Ein noch höherer Rückstand blieb den Gastgeberinnen in der 38. Minute erspart: Ihre Torhüterin war bei einem Getümmel zentral vor dem Tor auf der Hut und meisterte den Schuss von Ayganym Aymanova mit einer sehenswerten Parade.
Mustergültig, wie Rosalie Kutalek von Southwing in der 42. Minute einen Eckstoß zu Lukerya Vinokur schlug. Die nahm den Ball volley - knapp vorbei!
Fast schon resignierend winkten selbst eingefleischte Fans im Block der Heimelf ab, als Tanja Engelhart nach 44 Minuten von rechts in den Strafraum zog und mit einem platzierten Schuss die Gästeführung erhöhte. Damit lag Heißen nun schon mit 0 - 2 vorn.
Die Teams gingen mit einem 0 - 2 in die Kabinen.
Southwing war in dieser Halbzeit das dominierende Team - die Spielerinnen brachten den Ballbesitz auf 56 Prozent.
Die Southwing-Trainerin versuchte alles, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Nach 46 Minuten mussten Lukerya Vinokur und Rosalie Kutalek miteinander die Positionen tauschen.
In Minute 47 verbuchte Heißen einen weiteren Treffer. Der Angriff, den Tanja Engelhart vollendete, kam über die rechte Seite. Somit stand es nun 0 - 3.
Southwing-Spielerin Marie Gruber-Bruckmoser hatte es bei seiner Attacke in der 69. Minute nur auf die Beine der Gegenspielerin abgesehen. Folgerichtig sah sie die Gelbe Karte.
In der Hoffnung, dem Spiel noch eine Wende geben zu können, kam es zu einer Umstellung bei Southwing. In der 77. Minute rückte Aylin Schlesien auf die Position von Ramona Nielsen, die wiederum das Aufgabengebiet ihrer Teamkollegin übernahm.
In der 80. Minute konnte Olivia Névir ihre deutlich langsamere Gegenspielerin abschütteln. Doch Marie Gruber-Bruckmoser verstolperte ihre schöne Hereingabe. Kein Tor für Southwing.
Nach einer missglückten Abseitsfalle in der 81. Minute bekam Aylin Schlesien am linken Strafraumeck völlig frei stehend den Ball. In aller Ruhe visierte sie das Tor an, zog mit perfekter Schusshaltung ab - genau in die Arme von Torhüterin Lilian Hamann. Weiterhin 0 - 3 für die Gäste.
In der 82. Minute gab es einen Wechsel bei Southwing. Auf Geheiß der Schiedsrichterin verließ Vanja Božićković den Platz, neu dabei war Janine Dieringhausen.
Fortan übernahm Marie Weichert die Rolle der Spielführerin von Southwing.
Southwing hatte in der 82. Minute durch Daniela Icking eine gute Tormöglichkeit. Sie nahm eine lang gezogene Flanke von der rechten Seite volley, aber ein sensationeller Reflex von Lilian Hamann verhinderte, dass dieser Angriff mit einem Tor belohnt wurde.
Lukerya Vinokur stand in der 83. Minute kurz davor, den Rückstand von Southwing zu verringern, aber die rechte Verteidigerin der Gäste spitzelte den Ball in letzter Sekunde zu ihrer Schlussfrau Lilian Hamann, die den Ball ins Aus drosch.
89. Spielminute, Wechsel bei Southwing: Marie Gruber-Bruckmoser hatte ihre Arbeit getan, Edith Glasen durfte für sie ran.
Die Nachspielzeit beträgt 3 Minute(n).
Die Begegnung endete 0 - 3.
Statistikerinnen im Stadion ermittelten 56 Prozent Ballbesitz für Southwing.