Jammatzi konzentrierte seine Angriffsbemühungen verstärkt auf die Flügel. Das Team schien dies galaktisch (19) verinnerlicht zu haben.
Nagrach hatte in der 7. Minute eine erstklassige Möglichkeit. Klaus-Hasso Stycka zog von der Strafraumecke ab, aber der Schuss ging weit daneben.
Glück für Jammatzi, dass Maximus Bliss bei seinem Schuss von der rechten Seite in der 31. Minute den Ball nicht richtig traf. Dadurch bekam das Leder ungewollt so einen Drall, dass sich der Torwart der Gäste vergeblich streckte. Die Heimmannschaft lag nun mit 1 - 0 vorn.
Was für eine Kombination auf der rechten Angriffsseite! Sogar einige Fans der Heimmannschaft klatschten, als Friedrich-Wilhelm Mutschall in der 38. Minute zum Ausgleichstreffer für Nagrach traf. 1 - 1.
In der 39. Minute griff Jammatzi über die linke Seite an. Hildebert Donauwörth versuchte es aus einem spitzen Winkel, und da der Torwart eher mit einer Flanke gerechnet hatte, schlug der Ball im Netz ein. 2 - 1.
Rainer Blankart verließ nach 43 Minuten mit bandagiertem rechten Oberschenkel den Platz. Offenbar hatte er sich eine leichte Zerrung zugezogen.
Für Frank Morgentau ergab sich so die Chance, sein Können unter Beweis zu stellen.
Pause, Spielstand 2 - 1.
Statistiker im Stadion ermittelten 55 Prozent Ballbesitz für Jammatzi.
57. Minute: Regungslos blickte Louis Kertels beim Freistoß von Calvin Gronau dem Ball nach, der erst an den Pfosten klatschte und ihm dann in seine Arme fiel. Kein Tor für Jammatzi. Der Torwart ballte seine rechte Faust und jubelte den Publikum auf den Rängen zu!
In der 65. Minute sah Georg Weilerwist von Jammatzi Gelb, weil er seinen Gegenspieler umgemäht hatte.
Als Claus Davies in der 66. Minute umknickte und sich den linken Knöchel verdrehte, rechnete manch einer im Stadion mit dem verletzungsbedingten Aus des Spielers. Doch der biss auf die Zähne und setzte das Spiel angeschlagen fort.
Waldemar Severa absolvierte auf dem Flügel ein enormes Arbeitspensum. Ganz stark, wie er sich in der 69. Minute gegen einen Pulk von Gegenspielern durchsetzte und den Ball zum freistehenden Friedrich-Wilhelm Mutschall passte. Der schoss den Ball aber meterweit neben das Tor.
Feiner Versuch von Luiz Gehl auf rechts, doch seine Direktabnahme in der 71. Minute verfehlte ihr Ziel um einen knappen Meter. Es blieb beim 2 - 1 für Jammatzi.
Jammatzi hatte das Ziel, über die Außen zum Erfolg zu kommen. Daher wurden die Angriffe konstant aus der Mitte auf die Flügel verlagert.
Ein abgefälschter Schuss von Calvin Gronau trudelte nach 79 Minuten von rechts in Richtung Tor - undankbar für den Gästekeeper, der auf Nummer sicher ging und den Ball mit einer Hand über die Latte lenkte. Die Gastgeber führten unverändert mit 2 - 1.
Die Gäste dachten nicht daran, den Kopf in den Sand zu stecken und setzten alles daran, den Ausgleich zu erzielen. Mit Erfolg: Einen mustergültigen Pass von der rechten Seite verwertete Klaus-Hasso Stycka in der 83. Minute zum 2 - 2. Dieses Tor war der herausragenden Vorarbeit von Friedrich-Wilhelm Mutschall zu verdanken!
Es gibt noch ein bisschen oben drauf! Die Nachspielzeit beträgt 2 Minute(n).
Mangels Erfahrung brach Jammatzi ab der 90. Minute ein.
In Spielminute 91 erzielte Maximus Bliss den Führungstreffer über links für Jammatzi zum 3 - 2. Da hatte ein großes Loch in der Verteidigung geklafft.
Frank Morgentau von Nagrach sah nach 91 Minuten wegen eines Fouls die Gelbe Karte.
Kopf gegen Kopf hieß es in Minute 91. Claus 'Rainmaker' Bridts köpfte nicht den Ball, sondern den Hinterkopf seines Gegenspielers. Die resultierende Platzwunde beendete seinen Einsatz.
Des einen Leid, des anderen Freud: Sven-Lasse Manzer hatte heute nicht mit einem Einsatz gerechnet und kam recht unverhofft zu einem Einsatz.
Nagrach-Spieler Torsten Römel hatte es bei seiner Attacke in der 91. Minute nur auf die Beine des Gegenspielers abgesehen. Folgerichtig sah er die Gelbe Karte.
Die Begegnung endete 3 - 2.
Jammatzi war in dieser Halbzeit das dominierende Team - die Spieler brachten den Ballbesitz auf 58 Prozent.