Jamma legte Wert auf eine kreative Spielweise. Gemäß der letzten Trainingseindrücke schien das Team hierin gut (7) geübt zu sein.
In der 17. Spielminute hätte Elisheva Suliman die Führung für Yeshnan erzielen können. Nach einem Angriff durch die Mitte ging ihr spektakulärer Seitfallzieher nur knapp über die Latte.
Die für ihre Schnelligkeit bekannte Aliza Amrousi nahm in der 29. Minute ihrer Gegenspielerin auf zehn Metern fünf ab und passte den Ball wunderschön auf Sarita Itzhaki, die nur noch den Fuß hinhalten musste. Tor für Yeshnan, 0 - 1!
Clavicula detundenda! So lautete die Diagnose in der 34. Minute für Vilborg Einarsdóttir. Fragende Blicke richteten sich auf die Jamma-Medizinerin, die die verletzte Spielerin ohne weitere Erläuterung in die Kabine führte.
Henriette Stenstrup hielt sich bereits warm, so dass sie die verletzte Vilborg Einarsdóttir direkt ersetzen konnte.
Jamma war nun ohne Kapitänin, weshalb sich Lára Magnúsdóttir die Binde schnappte.
Fast schon resignierend winkten selbst eingefleischte Fans im Block der Heimelf ab, als Aliza Amrousi nach 36 Minuten von rechts in den Strafraum zog und mit einem platzierten Schuss die Gästeführung erhöhte. Damit lag Yeshnan nun schon mit 0 - 2 vorn.
Manche im Publikum fanden es doch sehr gnädig von der Schiedsrichterin, dass diese nach einer wüsten Grätsche von Elín Barðadóttir in der 37. Minute der Jamma-Spielerin nur die Gelbe Karte zeigte. Das hätte durchaus auch Rot sein können!
Bei einem unglücklichen Zusammenprall wurde Elisheva Suliman noch unglücklicher zwischen den Beinen getroffen. Die Schmerzen in der linken Leistengegend erlaubten es ihr nicht, die Partie nach 37 Minuten fortzusetzen.
Neu auf den Platz kam Anya Kalimi.
Halbzeitstand 0 - 2.
Yeshnan erreichte laut HT-Datenbank 59 Prozent Ballbesitz.
Weil Esti Koretzky von Yeshnan in der 61. Minute nach einem Freistoßpfiff den Ball nicht herausrücken wollte, hielt ihr die Schiedsrichterin die Gelbe Karte unter die Nase.
Die Torhüterin sah alt aus, als sie ein Freistoß von Sarita Itzhaki auf dem falschen Fuß erwischte. Die Spielerinnen von Yeshnan feierten die Torschützin, die die Führung der Gastmannschaft nach 69 Minuten ausbaute. Spielstand nun 0 - 3.
72 Minuten gespielt: Nach einer schönen Flanke von links kam Rachel Kookia im Strafraum völlig frei zum Schuss. Aber bei dieser Schusshaltung war es nicht verwunderlich, dass der Ball gut 5 Meter über den Querbalken ging. Kein Tor für Yeshnan.
Ein Tritt auf das rechte Knie verursachte in Minute 77 einige Schmerzen bei Henriette Stenstrup. Der hinterlassene Stollenabdruck sah gefährlich aus, doch es ging weiter.
In der 89. Minute gab es einen Wechsel bei Jamma. Auf Geheiß der Schiedsrichterin verließ Guðlaug Hilmisdóttir den Platz, neu dabei war Hildur Áskelsdóttir.
Guðlaug Hilmisdóttir konnte somit die Freistöße nicht mehr treten. Von der Bank kam das Zeichen, dass Nanna Gunnarsdóttir ab sofort die Standards ausführen sollte.
Darauf hatte Alva Lysdal schon länger gewartet. Nach 89 Minuten war es soweit, sie kam zu ihrem Einsatz für Jamma. Im Gegenzug verließ Elín Barðadóttir den Platz.
Einen Nachschlag von 4' bekommen wir hier zu sehen. Ob in der Nachspielzeit noch etwas passiert?
Die Begegnung endete 0 - 3.
Yeshnan war in dieser Halbzeit das dominierende Team - die Spielerinnen brachten den Ballbesitz auf 60 Prozent.