Jamma konzentrierte die Angriffsbemühungen verstärkt auf die Flügel. Das Team schien dies fantastisch (12) verinnerlicht zu haben.
In der 10. Minute hätte Laufey Vígsteinsdóttir mit einem raffinierten Freistoß beinahe die Führung für Jamma erzielt. Der Ball küsste aber nur das Quergestänge.
In der 17. Minute konnte Cindy Lamoureux ihre deutlich langsamere Gegenspielerin abschütteln. Doch Beth Erskine verstolperte ihre schöne Hereingabe. Kein Tor für Infernos.
Die Spielerinnen von Infernos wirkten aufgrund der Taktik ein wenig desorientiert. Das Team war schwach (4) organisiert.
Ein sehenswerter Spielzug durch die Mitte eröffnete Jamma in der 30. Minute eine gute Möglichkeit, in Führung zu gehen, doch der Schuss von Kría Patreksdóttir krachte an die Latte.
Jamma hatte das Ziel, über die Außen zum Erfolg zu kommen. Daher wurden die Angriffe konstant aus der Mitte auf die Flügel verlagert.
In der 38. Minute ließ Jóhanna Hjörvarsdóttir am rechten Strafraumeck seine Gegenspielerin mit einer Körpertäuschung aussteigen und schoss den Ball flach in die lange Ecke. Das war die Führung für Jamma: 1 - 0!
Henriette Stenstrup verdrehte sich nach 39 Minuten den rechten Knöchel, als sie unglücklich nach einem Kopfballduell aufkam. Das sah nach einer heftigen Bänderdehnung aus.
Für Guðlaug Hilmisdóttir ergab sich so die Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen.
Eine schöne Ballstafette auf dem rechten Flügel der Gastgeberinnen konnte von der gegnerischen Abwehr nicht unterbunden werden. So gelangte das Objekt der Begierde schließlich zu Maja Ingileifsdóttir, die ein weiteres Tor für Jamma erzielte. Die Führung erhöhte sich dadurch in der 41. Minute auf 2 - 0.
Wie zuvor abgesprochen wurde bei Jamma über die Außenbahnen der Weg zum Torerfolg gesucht, immer wieder wurde der Ball aus der Mitte nach Außen gespielt.
Jamma baute die Führung in der 44. Minute aus, als Nanna Gunnarsdóttir auf der rechten Seite durchbrach und die gesamte Verteidigung hinter sich ließ. In aller Ruhe konnte sie sich die Ecke aussuchen und traf zum 3 - 0.
In der 44. Minute sah Kría Patreksdóttir von Jamma Gelb, weil sie ihre Gegenspielerin umgemäht hatte.
Pause, Spielstand 3 - 0.
Jamma war in dieser Halbzeit das dominierende Team - die Spielerinnen brachten den Ballbesitz auf 61 Prozent.
Ein erneuter Blick auf die Taktiktafel in der Pause sorgte dafür, dass die Spielerinnen von Infernos nun passabel (6) organisiert waren.
Darauf hatte Ingibjörg Reynisdóttir schon länger gewartet. Nach 46 Minuten war es soweit, sie kam zu ihrem Einsatz für Jamma. Im Gegenzug verließ Álfheiður Halldórsdóttir den Platz.
Die heutige Taktik schien den Spielerinnen von Infernos noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen zu sein, die Mannschaft zeigte sich in der 57. Minute passabel (6) organisiert.
Nach 63 Minuten kam es für die Gäste noch schlimmer, als Guðlaug Hilmisdóttir es ohne große Widerstände durch die Abwehrmitte vor das Tor schaffte und zum 4 - 0 traf.
Bei Infernos schien nach 74 Minuten keine wirklich zu wissen, wo sie zu stehen hat. Das Team war passabel (6) organisiert.
Einen Nachschlag von 2' bekommen wir hier zu sehen. Ob in der Nachspielzeit noch etwas passiert?
Eigentlich schien der Weg bereitet, um durch die Mitte zum Erfolg zu kommen. Doch die Jamma-Spielerinnen entschieden sich dafür, es über die Flügel zu probieren.
Ein abgefälschter Schuss von Ilmur Fífilsdóttir trudelte nach 89 Minuten von rechts in Richtung Tor - undankbar für die Gästekeeperin, die auf Nummer sicher ging und den Ball mit einer Hand über die Latte lenkte. Die Gastgeberinnen führten unverändert mit 4 - 0.
Die Begegnung endete 4 - 0.
Jamma erreichte laut HT-Datenbank 60 Prozent Ballbesitz.