Für die durchsetzungsstarken Genossen auf dem Feld war das Wetter das reinste Vergnügen. Etwas trister aus der Wäsche guckten jedoch die flinken Flitzer und die bravourösen Ballzauberer. Sie waren sichtlich "not amused" über die Bedingungen.
Vogelsang wartete weit in der eigenen Hälfte auf Kontermöglichkeiten. Führende TV-Experten schätzten die Taktikstärke im Vorfeld als mythisch (17) ein.
WF hatte mehrere gute Chancen in Führung zu gehen. So auch in der 19. Minute, aber Predrag Marić verlor zentral vor dem Tor den Zweikampf gegen Jacek Napieraj.
Die Partie war 23 Minuten alt, als Steven Arthurton eine ausgezeichnete Chance zur Führung für WF hatte. Sein Schuss aus halblinker Position brachte das Tor der Gastgeber aber nicht in ernsthafte Gefahr.
Gespannt erhoben sich die WF-Fans in der 37. Minute von ihren Plätzen, nahmen diese aber zügig wieder ein. Denn Yannick Mayer-Vorfelder bewies körperliche Präsenz und unterband den Angriff mit vollem Körpereinsatz.
Nach 42 Minuten hielten die Vogelsang-Fans den Atem an, als Rolf Odesser sich auf der linken Seite durchsetzte und die Gastgeber durch einen platzierten Schuss mit 1 - 0 in Front brachte.
Die Gäste hätten sich in der 43. Minute beinahe mit dem Ausgleich zurückgemeldet. Nach einem schönen Doppelpass in der Mitte schaffte es Steffen Buddeke beinahe, den Torwart durch seinen harten Schuss mit im Tor zu versenken. Aber eben nur beinahe.
Als die Abwehr von Vogelsang in der 44. Minute einen gegnerischen Angriff abfing, ging alles ganz schnell: Mittelfeld überbrückt, Pass ins Sturmzentrum auf Rolf Odesser, doch der konnte den Konter nicht erfolgreich abschließen.
Pause, Spielstand 1 - 0.
WF hatte die größeren Spielanteile und kam auf 66 Prozent Ballbesitz.
Vollkommen überrascht war Mike Schüssel von seiner Auswechslung in der 54. Minute. Bei WF betrat an seiner Stelle Dominic Maugham den Rasen.
Mike Schüssel konnte somit die Freistöße nicht mehr treten. Von der Bank kam das Zeichen, dass Steffen Buddeke ab sofort die Standards ausführen sollte.
Thorsten Hennicke wurde der neue Spielführer bei WF.
Sebastian Klöckner sprang bei einer Ecke von Rolf Odesser eine Etage höher als seine Gegenspieler und köpfte den Ball in der 64. Minute für Vogelsang zum 2 - 0 ins Tor.
Nach 66 gespielten Minuten eröffnete sich für Hildger Holtensen nach einem schönen Solo über die linke Seite eine gute Torgelegenheit, doch sein Schuss war ein kleines bisschen zu hoch. "Neiiiiiin", entfuhr es dem Vogelsang-Anhang!
In der 73. Minute versuchte sich Oliver Aap mit einem blitzartigen Antritt seiner Widersacher zu entledigen, doch der ebenfalls spurtstarke Evžen Barcal war hellwach und klärte die Situation.
Darauf hatte Mark Bramboeck schon länger gewartet. Nach 74 Minuten war es soweit, er kam zu seinem Einsatz für WF. Im Gegenzug verließ Thorsten Hennicke den Platz.
WF war nun ohne Kapitän, weshalb sich Predrag Marić die Binde schnappte.
In der 76. Minute sah Mark Bramboeck von WF Gelb, weil er seinen Gegenspieler umgemäht hatte.
Einen Nachschlag von 1' bekommen wir hier zu sehen. Ob in der Nachspielzeit noch etwas passiert?
WF hatte sich noch nicht aufgegeben. In der 89. Minute setzte sich Steven Arthurton gegen die Innenverteidigung des Heimteams durch und erzielte einen Treffer. Damit führten die Gastgeber nur noch mit 2 - 1.
Die Begegnung endete 2 - 1.
WF war in dieser Halbzeit das dominierende Team - die Spieler brachten den Ballbesitz auf 65 Prozent.